Weg zur Wahrheit

Röm. 4,7 «Selig sind die, welchen die Übertretungen vergeben und deren Sünden zugedeckt sind;  8 selig ist der Mann, welchem der Herr die Sünde nicht zurechnet!»

Keller, Johannes Emil

Geboren am 30.April 1879 in Oberendingen Kanton Aargau.  

Gestorben am 16. November 1953  in Berlin. 
 
Joh. E. Keller wandert in jungen Jahren in die USA aus, wo er sich besonders dem Studium der Bibel widmet, während er hauptberuflich als Lehrer in einer Schule für Behinderte arbeitet. Er gründet überall wo er mit dafür interessierten Menschen in Verbindung kommt Bibel-Lesekreise, in Amerika, in Deutschland und in der Schweiz, und er besucht diese regelmässig. 

Die Predigten die er in Hauskreisen jeweils in freier Rede zu bestimmten Bibelinhalten hält, werden zum grössten Teil stenografiert, gesammelt, in Druckschrift übertragen und vervielfältigt, sowie in jüngster Zeit samt seinen Büchern und anderen Schriften, auf Datenträger übertragen, so dass sie Dir, lieber Leser, hier zur Verfügung stehen. Viele Brüder und Schwestern arbeiten an diesem Werk mit!

Keller läßt sich 1907 in Berlin nieder, gründet einen eigenen Verlag, veröffentlicht zahlreiche Bücher und gibt ab 1910 eine Monatsschrift heraus (Jahrganghefte). Er wirkt  vor, während und nach der Zeit der zwei grossen und schrecklichen Weltkriege in den Jahren 1906 bis 1953. Es konnten sehr viele, doch leider bis heute noch nicht ganz alle seiner Schriften gefunden und gesammelt werden. Bei den Jahrgangheften ist dies an den fehlenden Ausgabe-Nummern erkennbar. Es besteht die Hoffnung, dass durch das Aufschalten dieser Webseite vielleicht hier oder dort, noch das eine oder andere auftaucht. (Bitte melden!)

Joh. E. Keller zeigt in seinen Predigten und Schriften, wie die zehn, von Historikern meist als „verloren" bezeichneten Stämme des Nordreiches Israels ihr assyrisches Exil verließen, nach Europa wanderten und hauptsächlich (nicht nur) in den Angelsachsen fortleben und wie diese als leiblicher „Same Abrahams“, mit den Stämmen des Südreiches (Juda und Benjamin), Träger des Gottesbundes und der damit verknüpften Verheissungen sind. Er zeigt ebenso klar, dass es in erster Linie aber um den geistlichen "Samen Abrahams" geht, also nicht allein darum, dem Fleische nach von Abraham abzustammen, sondern diejenigen die in der Glaubensentwicklung zum vollendeten Glauben dieses 'Vaters aller Gläubigen' ausreifen, sind dessen wirklicher (geistiger) Same.

Keller gewinnt allenorts unter den „Stillen im Lande“ Anhänger. Sie versammeln sich in Bibellesekreisen ohne systematische Gemeinde-Organisation oder hauptamtliche Prediger, etc., und auch, ohne sich einen Gemeindenamen zu geben. Zu Kellers Zeit bezeichnen etliche sie als eine ‚Freie Christliche Gemeinschaft‘, doch nennen sich dann viele andere Gemeinden ähnlich. Gemäss Kellers Entgegnung an einen Kritiker (Pastor M. Krawielitzki) brauchen wir, ebensowenig wie die ersten christlichen Gemeinden einen Gemeindenamen. (Diese Stellungnahme Kellers ist auf dieser Seite unter dem Unterverzeichnis: 'Antworten/Briefe Kellers' eingefügt). Es sei betont, dass es hier nicht um die Person oder einen Personenkult um Joh. E. Keller geht, sondern um die Inhalte seiner Botschaft, die uns wieder aufschliessen und beleuchten, was durch 'den Verlust der ersten Liebe' seit der ersten Gemeinde Ephesus, also seit fast 2000 Jahren verloren und darum seither in der christlichen Gemeindeentwicklung bis auf diesen Wegbereiter unverstanden geblieben war.

Das Wort Gottes nennt in Offenbarung 1 und 3  die 'Gemeinde zu Philadelphia'. Wir erkennen Joh. E. Keller als geistlichen Vorsteher dieser sechsten Gemeinde und die Erkenntnisse die er durch seine Predigten und Schriften vermittelt, als 'die offene Tür' in den Himmel, das ist der Wandel im Geiste. Der 3. Himmel ist dargestellt durch den unsterblich zur Rechten Gottes erhöhten Menschenleib Jesu Christi. In ihm ist  dieses unvergängliche Erbe für uns aufbewahrt. Wir sollen dieses unvergänglichen Lebens teilhaftig werden, dazu wurde der Mensch geschaffen, als Wohnung für den Geist Gottes. Erst in dieser Vollkommenheit des unsterblichen Leibes hat der Mensch seine Bestimmung des 'Zum-Bilde-Gottes-Geschaffenseins' erreicht.    

Keller forscht gründlich und ausdauernd im  Wort Gottes und verknüpft zeitgemäss die Bücher des Alten und des Neuen Testamentes mit dem was durch das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, gezeigt ist, wie sich bis zu und nach dem Ende der Weltreichszeitalter, die prophetischen Schriften und die Lehren Jesu und der Apostel, trotz der Untreue des Volkes Gottes doch noch in Allem erfüllen; wie die Ernte der Entwicklung über alle Zeitalter auf die zuletzt lebenden Gläubigen fällt und das Reich Gottes aufgerichtet wird, das für immer bleibt.

Die Gläubigen, finden durch den Aufschluss durch diesen Wegbereiter, vor welchem eine offene Tür gegeben ist, wieder zu der „ersten Liebe“  (Of. 2,4), können darin bleiben und sich bewähren, so daß sie Glieder der Brautgemeinde Jesu sind. Sobald die Vollzahl von 144‘000 Erstlingen erreicht ist, wird die Herrlichkeit Gottes in diesen offenbar. Dann werden auch nicht mehr, wie bis dahin, ebenso Bewährte um der Rückständigkeit der Gemeinde willen, noch als Trankopfer im Dienst für die Gemeinde sterben, sondern in der vollendeten Einheit im Philadelpia-Zustand, wird die Verherrlichung, die Versetzung in die Sohnesstellung, die Leibesverwandlung bei der Wiederkunft Christi erfahren. (Gemeinde zu Philadelpia, Of. 3; 1. Kor. 15,51-52; Römer 8). Diese Trankopfer sind  die Heiligen, die mit IHM kommen. Dieses ganze 'obere Jerusalem', der 144'000 Überwinder als die Hütte Gottes bei den Menschen wird damit  geistiger Mittelpunkt des unteren, irdischen Jerusalems, im Volk Gottes. Dann geht die wahre 'Lehre des Friedens' ('Jerusalem' bedeutet 'Lehre des Friedens') von diesem Heiligtum aus. Das Volk erkennt und anerkennt dann dieses Heiligtum und damit können endlich Segen und Friede dem Volk und durch dieses auch den übrigen Völkern zufliessen.

In den sieben Sendschreiben (Offenbarung 1-3) ist die ‚Katholische Kirche‘ als 'Gemeinde zu Thyatira' (Opferhaus) bezeichnet, während die Reformationskirche 'Gemeinde zu Sardes' (ein Neues) genannt ist. Die früheren Gemeinden wurden nach dem Ort an dem sie sich befanden benannt. Die Briefe in den Sendschreiben der Offenbarung beschreiben aber sinnbildlich Entwicklungszustände der christlichen Gemeinde in der Zeit-Einschiebung der letzten 2000 Jahre.

Keller zeigt, wie sich  die Gemeindeentwicklung in den in der Offenbarung gezeigten Zuständen zuletzt nur noch dahingehend unterscheidet, dass einerseits  Gläubige durch diese Wegbereitung, die Missstände in den jeweiligen Gemeinden überwinden und in Philadelphia ausmünden, was zur Vollendung in der Leibesverwandlung führen muss, oder, dass man als Feind der Wahrheit der ganzen Erlösung in Jesus Christus vollbracht, in Selbstgerechtigkeit und fleischlicher Gesinnung, im Laodizea-Zustand ausmündet, darin verharrt, abfällt und sein Gericht darin erfährt, die Leibesverwandlung nicht zu erfahren, also weiterhin sterblich zu bleiben, das Leben aus Gott und Geist nicht an- und aufgenommen und darum auch nicht bekommen zu haben, was der einzigen Sünde zum Tode gleichkommt. Eine andere Sünde zum Tode, als die Sünde des Unglaubens, nachdem einem der Vollsinn des Evangeliums gezeigt und er verstanden wurde, gibt es nicht! Siehe nebenstehenden Bibeltext!

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Die Namensbedeutungen der sieben in der Offenbarung geschilderten und z.T. von Gott getadelten Zustände der Christlichen Gemeinde: 

‘Ephesus‘ bedeutet ‘wünschenswert‚ ermittelt‘

‘Smyrna‘ bedeutet ‘Myrrhe, Bitterkeit‘

‘Pergamus‘ bedeutet ‘Höhe, auf hohem Platz‘

‘Thyatira‘ bedeutet ‘Opferhaus, Geruch von Krankheit, Not, Drangsal, Trübsal‘

‘Sardes‘ bedeutet ‘Ein Neues, Erneuerung‘

‘Philadelphia‘ heisst übersetzt ‘Bruderliebe‘

‚Laodizea‘ bedeutet ‚Volksrecht, Völkerrecht‘

 

Joh. E. Keller hat je ein Buch zu den Sendschreiben Jesu an diese sieben Gemeinden geschrieben.

Du findest sie unter den Büchern auf dieser Webseite.