Bibliothek Weg zur Wahrheit

Römer 4,7 «Selig sind die, welchen die Übertretungen vergeben und deren Sünden zugedeckt sind;  8 selig ist der Mann, welchem der Herr die Sünde nicht zurechnet!»

Johannes Emil Keller *30. 04. 1879 in Oberendingen; † 16. 11. 1953 in Rheinsulz

Vater: Johann Keller (1843–1924), Sohn des Klemens Moriz Keller u. d. Anna Weibel;
Mutter: Elisabeth Schmid (1842–1909);
Heirat in Seidenberg/Preußen 1907 mit Adele Pauline Anna Olga Seibt (1882–1930), Tochter des Adolf Hermann Seibt und der Adele Jaicard;
1 Sohn

Leben:

Johannes E. Keller, aus 'katholischer Familie' stammend, wandert in jungen Jahren in die USA aus und empfängt hier entscheidende religiöse Einflüsse. Er erkennt, daß ein grosser Teil der zehn sogenannt 'verlorenen Stämme des Nordreiches Israels' ihr assyrisches Exil in der Verstreuung verließen, nach Europa wanderten (Völkerwanderungen) und hauptsächlich in denjenigen Nationen fortleben, in welchen bereits vor der Inquisition (jahrhundertelange  Zwangschristianisierungen durch die Kirche) das Christentum vorhanden war. Diese zehn Stämme des Nordreiches unter der Führung des Stammes Ephraim sind dem Fleische nach mit den zwei Stämmen (Juda und Benjamin) des Südreiches, das unter Leitung des Stammes Juda steht, der fleischliche 'Same Abrahams' und damit Träger des Gottesbundes mit ihren Vätern.

Dabei ist zu beachten was das Wort Gottes über die Abstammung von Abraham sagt, dass derjenige Abrahams Same sei, der  den Glauben Abrahams hat, den dieser am Ende seiner Entwicklung erlangt hatte. Abraham ist darum Vater aller Gläubigen. Das bezieht sich also auf die geistige Zeugung durchs Wort und nicht allein auf die Herkunft nach dem Fleisch.

Der Zeugungssame durch den Kinder Gottes gezeugt werden ist das Wort Gottes! Zu Trägern der Wahrheit des Wortes Gottes Herangereifte sind durch ihr Zeugnis im Wort zeugende Väter.

Keller lässt sich 1907 in Berlin nieder, gründet einen eigenen Verlag und veröffentlicht in zahlreichen Jahrgang-Heften, Traktaten, Schriften und Büchern seine durch 'die offene Tür' wiedererlangten Erkenntnisse. Er gewinnt vor allem unter den „Stillen im Lande“ Anhänger, gründet Bibel-lese-Kreise die er auf seinen Reisen immer wieder besucht, wo er seine Predigten hält. Ohne Organisation oder andere Prediger, pflegen seine Anhänger ihr geistliches Leben in betont unliturgischen Gottesdiensten, indem sie auch bei Abwesenheit Johannes E. Kellers seine  Schriften und Predigten  lesen und studieren. Sie sind eine freie christliche Gemeinschaft.

Joh. E. Keller wirkt hauptsächlich in den Jahren 1906 - 1953, bis er, von einigen unerwartet, den Weg der Trankopfer geführt wird. Damit schliesst sich ein mehr auf seine Person als auf seine Lehre fixierter Teil seiner Anhänger anderen Kreisen an, bzw. zieht sich enttäuscht zurück.

Wer den Wahrheitsgehalt seiner Lehre erkannt und erfasst hat, bleibt dabei. So sind bis heute Menschen da, die ihren Geist weiterhin im Wort Gottes sowie durch die 'das Geheimnis Christi' aufschliessenden Schriften des Wegbereiters Joh. E. Keller nähren und sich so im Himmel, d.h. im Geiste zubereiten und  vom Geist der Wahrheit leiten lassen. Darunter etliche, die dafür sorgen, dass diese wegbereitenden Schriften erhalten bleiben und weiterhin, nun auch auf Datenträger übertragen und gesammelt, zur Verfügung stehen. Nicht nur die Schriften, die Joh. E. Keller selbst schriftlich verfasst hat, sind verfügbar, sondern auch die vielen Tausend Predigten, durch Mitglieder der vielen Lesekreise in Europa und Amerika gesammelt, die er dort bei seinen jeweiligen Besuchen in freier Rede hielt, die stenographiert und dann ins Reine geschrieben worden waren.

Lehre:

Joh. E. Keller erschliesst als Prophet und Wegbereiter am Abschluss dieses letzten Weltzeitalters als Vorsteher der ab Of. 3,7 erwähnten 'Gemeinde Philadelphia', den von Gott vor Grundlegung dieser Welt gefassten göttlichen Heilsplan wieder, nachdem durch den 'Verlust der ersten Liebe' in der ersten Gemeinde 'das Licht über die Herrlichkeit Gottes im Angesichte Christi' als Erkenntnisbesitz verlorengegangen war. Durch Joh. E. Keller als Botschafter Christi für die sechste Gemeinde ('Philadelphia') ist den Gläubigen, die sich im Geiste bis 'zur ganzen Fülle der Gottheit in ihnen' (Ep.3,19) zubereiten lassen und entwickeln, die volle Heilserkenntnis wieder erschlossen die zur Erleuchtung führt, dass sie durch die vor diesem Wegbereiter  gegebene 'offene Tür' (Of.3,8), sehen und hindurchgehen können, indem die Bereitschafts-Stellung in der 'ersten Liebe' (Of.2,4), die der Vorsteher der ersten Gemeinde (Ephesus) verlassen hatte, wieder gezeigt wird.  und dadurch auch wieder erlangt werden kann.

Es ist der wiederschlossene Weg der Heiligung:

Im Glaubensgehorsam sieht  man sich durch diese Wegbereitung wieder, gemäss dem apostolischen Zeugnis 'in Christo mitgestorben, mitbegraben, mitauferweckt, mitauferstanden und mitversetzt ins Himmlische', als 'neue Kreatur'. 'Das Alte ist vergangen'. Der unter die Sünde verkaufte unter Fluch und Todesurteil stehende Mensch kommt vor Gott nicht mehr in Betracht. Jesus stellt in seinem  'Hohepriesterdienst nach der Ordnung Melkisedeks' die ganze Schöpfung durch seinen Tod, sein Grab, seine Auferweckung und seine Auferstehung von den Toten, in sich selbst als eine neue Kreatur, mit Gott versöhnt und unverklagbar vor Gott dar. In diesem Sieg Jesu über alle Todesmächte sollen wir leben.

Im  Erkennen, Erfassen und bis zum  offenbar werden dieser Tatsachen in vollkommener Geduld wartend, im unter allen Umständen glaubenden festhalten an diesen Tatsachen,  im völligen Vertrauen und in ganzer Treue, liegt unsere Bewährung, um mit allen übrigen Gliedern dieser Brautgemeinde, des Leibes Christi, des oberen Jerusalems, der heiligen Stadt bei seiner Wiederkunft vereint mit IHM, im unsterblichen Zustand des Neuen, des Allerheiligsten, des Tempels Gottes, der Hütte Gottes bei den Menschen, offenbar zu werden. So wird nicht mehr der Tod erwartet, sondern die Leibesverwandlung bei seiner Wiederkunft, und  in 'der Hochzeit des Lammes' wird die Herrlichkeit der Unsterblichkeit Gottes an diesen Erstlingen offenbar. Es ist die Königsstellung des GANZEN CHRISTUS - wenn Haupt und Glieder vereint sind. Von da geht die Lehre des Friedens für Volk und Völker aus, bis zuletzt die ganze Kreatur in die Harmonie mit Gott in seinem in Jesus Christus vollbrachten Erlösungswerk gekommen ist und der letzte Feind - der Tod - vernichtet ist, im erfüllten Vorsatz Gottes, ALLES unter ein Haupt zu bringen, IN CHRISTO JESU.

Die Herrlichkeit Gottes ist seine Unvergänglichkeit,  die Unsterblichkeit,  die im Allerheiligsten an den Erstlingen offenbar wird.

In diesem unsterblichen Zustand hat der Mensch erst das ihm vor Grundlegung der Welt gesetzte Ziel: 'zum Bilde Gottes geschaffen', erreicht und stellt 'das Bild Gottes' durch den Geist der Herrlichkeit Gottes, erst in dieser Unsterblichkeit dar, als Wohnung der ganzen Fülle des Geistes Gottes, des Vaters, wie diese Fülle in Jesus Christus vorhanden ist, die er durch den Vater aus den Toten auferweckt, in seinem Auferstehungsleib als unser Erbe für uns aufbehält, in seinem Überwinden des Verklägers der Brüder, im stellvertretenden Hohepriesterdienst für uns. Dabei kommt dem Dienst treuer und bewährter Gläubigen in ihrem Lebenseinsatz für solche Brüder, die in ihrer Treue zum vollgültigen Opfer und Hohepriesterdienst Jesu rückständig geblieben sind, noch eine besondere Bedeutung zu, weil der ganze Wille und Ratschluss Gottes durch diesen Dienst der Lebensvermittlung durch Lebenseinsatz zuletzt vollendet wird, durch solchen treuen Dienst in der Trankopferstellung. Diese Trankopfer sind in ihrer Ausauferstehung der 'Tau der Lichter'.

Es befinden sich heute über 6000 gesammelte Predigten Joh. E. Kellers in dieser Bibliothek!

Die grösseren Werke/Bücher

Der Sieg d. Reiches Gottes. - Das Kommen des Herrn in d. Erscheinung des Menschensohnes. - Das Kommen des Herrn in der Erfüllung der göttlichen Verheissung. - Das Kommen des Herrn in dem Geheimnis der sieben Sterne und der sieben Leuchter (mit den sieben Sendschreiben). - Das Zwölf-Stämmevolk Israel)*. - Der Sieg des Reiches Gottes. - Die ganze Erlösung. - Die Reinigung, der Entwicklungsweg zur Geistesfülle. - Das hohepriesterliche  Gebet. - Daniel, Band 1-4. - Der 1.Johannesbrief . - Der 2. Johannesbrief . -  Die vier Weltreiche und das Reich des Allerhöchsten.)* ... und viele mehr!- )

*diese beiden letztgenannten Titel wurden zusammengefaßt und neu bearbeitet in: - Das Reich Gottes.